11. Mai 2017

5 Tipps um ein besserer Mountainbiker zu werden

Eine neue Bikesaison steht vor der Türe! Du hast dir hoffentlich wieder Ziele gesetzt, die du dieses Jahr erleben oder erreichen möchtest. Wo auch immer dich das Mountainbike hinführt, schaue, dass du dein Sportgerät möglichst gut beherrschst. Nachfolgend 5 Tipps, damit du rasch Fortschritte bei deiner Fahrtechnik und Kondition machen kannst.

1. Finde die perfekte Einstellung für dein Bike


Ein Mountainbike ist wie ein Kleidungsstück – es sollte perfekt passen! Wenn die Grösse nicht stimmt, wenn es irgendwo zwickt und du dich nicht wohl fühlst, dann sind das schon mal schlechte Voraussetzungen.

Die wichtigsten Einstellungen können relativ schnell und einfach vorgenommen werden: Reifendruck prüfen, Einstellung der Federelemente und Anpassungen am Cockpit (Vorbaulänge, Lenkerbreite, Sattelhöhe) genügen, damit du schon sicherer und komfortabler unterwegs bist. Tipps dazu findest du auf meiner Website. Im Zweifelsfall den Fachhändler aufsuchen und dich dort beraten lassen.

Sollte dein Bike schon älter als 5 Jahre sein, dann überlege dir einen Neukauf. Die heutigen Mountainbikes sind besser als je zuvor und sie helfen dir, damit du automatisch kontrollierter über die Trails fährst und mehr Freude am Bikesport hast.

Die richtigen Einstellungen am Cockpit helfen, damit du dich auf dem Bike wohl fühlst.

2. Fahren, fahren, fahren


Wenn du Zuhause faul auf dem Sofa rumliegst, dann wirst du keine Fortschritte beim Biken erzielen. Darum heisst es fahren, fahren und nochmals fahren! Je mehr du dich auf den Trails aufhältst, desto besser wird deine Kondition und deine Fahrtechnik. Beides wichtige Punkte, damit du Erschöpfung und Stürze vermeiden kannst.

Plane deine Termine so, damit du sicher 2-3 Mal in der Woche genügend Zeit findest, um längere Ausfahrten zu unternehmen. Du kannst entweder alleine gehen, so kannst du dein eigenes Tempo fahren oder dich einer Gruppe anschliessen, dann ist der Spassfaktor noch grösser. Wichtig ist, dass du gehst!

Du wirst selber sehen, wenn deine Kondition und Muskulatur stärker werden, dann läuft auf einmal alles wie geschmiert. Du ermüdest weniger schnell, du hast keine Krämpfe, du hast mehr Kraft und du bist länger konzentriert. Tönt gut, oder?

Regelmässiges Fahren in der Gruppe oder alleine stärkt deine Kondition und Fahrtechnik.

3. Fahrtechnik laufend schulen


Ganz nach dem Fit for Trails Motto "man hat nie ausgelernt" solltest du regelmässig an deiner Fahrtechnik arbeiten. Du brauchst das nicht? Komm schon! Selbst die Weltmeister feilen an ihrer Biketechnik, damit sie noch souveräner unterwegs sind. Was für den Profi gilt, das sollte für den Hobbybiker erst recht gelten.

Helfen kann dir selbstverständlich einer unserer zahlreichen Bikekurse. Dort lernst du unter fachkundiger Aufsicht die verschiedenen Techniken und vermeidest, dass du dir Fehler aneignest.

Oder warst du schon mal auf einer BMX-Bahn oder einem Pumptrack unterwegs? Auch wenn das jetzt vielleicht mit dem klassischen Touren fahren nichts gemeinsam hat, diese künstlichen Hindernisse sind das perfekte Ausgleichstraining. Dort lernt man mit dem Bike und Körper zu arbeiten und wie man geschmeidig, sauber und kontrolliert Kurven, Wellen und kleine Sprünge meistert. Versuchs mal, das macht ganz viel Spass!

Die BMX-Bahn - Ein Spielplatz und perfektes Gelände für die Verbesserung der Bikebeherrschung.

4. Motivation aufbauen und Erfolge feiern


"Das Ziel ist der Weg". Bewusst wird der bekannte Spruch umgedreht. Du sollst dir Wege bzw. Trails suchen, die du irgendwann fahren willst und dir somit eigene Ziele setzen. Nur wenn du über dich hinauswächst, dann kannst du "Mutproben" bewältigen und persönliche Erfolge feiern.

Mountainbiken hat viel mit Selbstvertrauen und Motivation zu tun. Abgesehen von einer guten Grundtechnik findet vieles im Kopf statt. Glaube an dich selbst und überwinde auch mal eine innere Blockade. Und du wirst sehen, mit dem Mountainbike ist viel mehr möglich, als du dir jemals vorstellen konntest.

Vielleicht brauchst du auch mehrere Anläufe, bis etwas so gelingt, wie du es dir wünscht. Auch ich fahre ab und zu Trails und Passagen, vor denen ich beim ersten Hinsehen Angst habe. Ich gebe mir dann jeweils 3 Versuche, um die Stelle zu fahren. Entweder es geht oder ich lasse es vorerst bleiben und versuche es das nächste Mal wieder. Oberste Priorität hat das Vermeiden von Stürzen, also nichts erzwingen, wenn du dir bei der Sache nicht ganz sicher bist.

Sieht krass aus? Kein Problem! Mit der richtigen Einstellung im Kopf gelingt das nach einigen Versuchen.

5. Bikevideos schauen und lernen


Kommen wir zum Schluss zum angenehmen Teil: Bikevideos schauen! Gut produzierte Filme fassen alle vorherigen Punkte zusammen. Du siehst dort Profis, die dank perfekt eingestelltem Bike und sehr guter Fahrtechnik über sich hinauswachsen können und anspruchsvolle Trails und Sprünge fahren, von denen du nur träumen kannst. Aber sind das nicht auch nur Menschen?

Das sollte für dich Motivation genug sein, um gewisse Dinge, die du in diesen Videos siehst auch zu probieren. Okay, du musst nicht dein Leben riskieren, wie die Rampage Fahrer… Es reicht schon, wenn du genau zuschaust, wie sich diese Biker auf dem Mountainbike bewegen und was für Linien sie auf dem Trail wählen.

Ich mache das übrigens ebenfalls, denn auch ich versuche mich immer weiter zu verbessern und meine persönlichen Grenzen zu verschieben. Ab und zu drücke ich die Pause-Taste und analysiere die jeweilige Situation und mache mir Gedanken, wie ich wohl jetzt aussehen würde. Und die besten Filme sind die, wo du vor lauter Freude und Motivation gleich rausrennen und auf dein eigenes Bike steigen willst. Das hilft wirklich, probier es aus!

Eine gute Quelle sind die Videos des Global Mountain Bike Network und natürlich alle Rennen des UCI World Cup.

Bike-Setup, Fahrtechnik und Selbstvertrauen. Dann kannst auch du so über die Trails fliegen!

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